KontaktAufnahme

KontaktAufnahme

Transkript

Zurück zur Episode

00:00:04: Kontaktaufnahme der Podcast

00:00:09: Bildungszentros Nürnberg.

00:00:15: Guten Tag!

00:00:16: In der heutigen Folge treffe

00:00:18: ich mich leider

00:00:19: zunächst nur online mit dem Auto Jaroslav Rudisch und Sie, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer haben heute eine einmalige Gelegenheit einen Bezelt-Podcast mit gleich zwei osteuropäischen Akzenten zu hören.

00:00:35: Mein Name ist Grajna Vanad und ich freue mich besonders auf das Gespräch mit einem Autor, der mich in meine Leserinnenbiografie bereits seit vielen Jahren begleitet.

00:00:45: Das freut mich!

00:00:47: Jaroslav Rudisch is ein sehr vielseitiger Tschechischer und inzwischen auch Deutscher – dazu kommen wir gleich noch – Schriftstelle Drehbuchautor, Dramatiker und Musiker.

00:00:59: Er studierte Germanistik und Geschichte, arbeitete unter anderem als Lehrer- und Journalist bis er wie er selbst in einem seine Bücher formuliert ein Buchautor wurde der immer wieder über Eisenbahn die Weltgeschichte und über Bier schreibt.

00:01:17: Und wenn sie erlauben sprechen wir heute auch darüber über das Leben als Autor über Bier, Bahn und Weltgeschichten.

00:01:25: Ihr neuer in Deutschland ab August erhärtliche Roman, wo die Trottensprechen wurde auf der Seite des Kulturkaufhauses Dußmann mit folgendem Satz angekündigt.

00:01:38: Nach Winterbergs letzte Reise den neue große Roman des Kult-Schriftstellers!

00:01:46: Und ich bin mit dieser Bezeichnung definitiv einverstanden.

00:01:49: Guten Tag Herr Ludisch!

00:01:53: Ahoy, ahoy.

00:01:54: Steht auf unseren Plakaten für die Text-Tage weiter wie dieses Jahr.

00:02:00: Haben Sie es gesehen?

00:02:01: Ja ja genau ich hab's schon nicht so gut und das ist tatsächlich... Ich freu mich sehr nach Nürnberg.

00:02:05: also ich bin da immer wieder gerne in der Gegend den Franken.

00:02:09: Also ich fühle mich da sehr heimisch ganz besonders in Bamberg.

00:02:12: Also, ich bin dann sehr gerne unterwegs.

00:02:17: Wir sprechen heute am sechsenzwanzigsten Juni und die Temperaturen in Europa, auch hier in Nürnberg, klettern gerade auf Rekordwerte.

00:02:26: Ich sitze in meinem einigemassen gut temperierten Homeoffice – wie ist das bei Ihnen?

00:02:31: Da wo sie sich gerade aufhalten.

00:02:33: Ich

00:02:33: bin jetzt gerade in Berlin und ist dort so ein wenig warm, und ich freue mich dass ich gleich nach unserem Interview schon im Zug sitzen werde und hoffe sehr das der einmaßen auch klimatisiert ist ohne.

00:02:44: ich war also eine Lesung aus meiner Gebrauchseinweisung für Bier nach Erfurt und tatsächlich das ist eines der letzten Lesungen aus diesem Boot die wirklich die letzte vor einer bestimmten Zeit ist dann in Nürnberg bei unseren Literaturfestival.

00:03:00: Und danach erscheint jetzt gerade wirklich in zwei Monaten am sechsenzwanzigsten August schon der neue Roman, wo weniger Bier getrunken wird.

00:03:10: Dafür aber sehr viel Friedhoffs Wasser.

00:03:13: Das ist

00:03:15: lebenselixier wie Protagonisten bei mir auch sagt.

00:03:20: Dann werde ich vielleicht eine Frage vorziehen, die ich für später eingeplant habe.

00:03:24: Aber das hängt eben damit zusammen was Sie gerade gesagt haben.

00:03:28: mich fasziniert an dem Autorenleben dieses Teil dass man immer wieder ein Thema entwickelt in einem Thema steckt.

00:03:39: wenn man einen Buch schreibt dann ist das Buch fertig abgegeben das Thema ein bisschen wahrscheinlich innerlich abgehakt und dann werden das buch veröffentlicht wird, muss man oder will man auf die Lesereise gehen und immer wieder über dieses Thema sprechen.

00:03:56: Über dieses eine Thema

00:03:58: was man

00:03:58: schon gerade abgearbeitet hat und vielleicht in einem neuen Thema schon steckt.

00:04:04: Wie ist das?

00:04:06: Aber für mich, ich kann das nicht trennen.

00:04:08: Das kann man auch nicht trenne.

00:04:09: Ich würde es auch nicht trennen.

00:04:10: also ich freue mich sehr auf die Lesungen immer und es freut mir auch seitdem so viele Leute kommen und dass wir danach ins Gespräch kommen, dass sie zusammen Bier vergosten zum Beispiel jetzt wie bei der Gebrauchshandweisung für Bier Und ich hatte tatsächlich mit dem Buch schon sehr viel Lesungen größere, kleinere Veranstaltungen mit Bierverkostung oft vor Ort und das war schon toll.

00:04:31: Und es geht mir in Detail.

00:04:32: Ich schreibe die Bücher ja nicht für mich also ich schreiber sie für meine Für die Leser und Leserinnen sozusagen und ich möchte das auch in meinen Geschichten mit jemanden teilen.

00:04:42: Das ist mir schon so ganz wichtig und ich freue mich dass sich auch jetzt im Herbst wirklich sehr viele Lesungen haben werden mit dem neuen Roman Und wieder im Frühjahr einige Lesungen aus dem Bierbuch oder mit dem Bierboch du führen kannst.

00:04:59: Es gibt schon nach wie vor, also das Thema Bier verbindet uns glaube ich auch ganz stark in unserer Mitteleuropa und daher freut mich sehr dass sie auch nächstes Jahr etliche Lesung haben werden der Gebrauchseinweisung für Bier.

00:05:17: Ich möchte jetzt nur noch unbedingt zu der Vorstellung meines Gastes etwas hinzufügen, weil dazu gehört meine Meinung nach unbedingt gesagt dass Jerusalem rudisch eine beeindruckende Sammlung an Preisen und Auszeichnungen vorweisen kann.

00:05:36: Und vier davon möchte ich nennen.

00:05:41: wurde er gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Gesellschaft zu einer der dreißig wichtigsten Persönlichkeiten Tschechiens gewählt.

00:05:51: Und er erhielt die tschechische Verdienstmedaille sowie den Verdienstordern der Bundesrepublik Deutschland, und in der Begründung hieß es, Es sei eine der engagiertesten Brückenbauer zwischen Deutschland und Tschechien.

00:06:05: Und schließlich widmet er ihm die Brauerei seiner Heimatstadt Lomnitzse sogar eine Weizenbiersorte mit

00:06:18: seinem Gesicht

00:06:19: auf dem Etikett.

00:06:21: Ich werde nicht fragen, welche von den Auszeichnungen der wertvollste ist?

00:06:25: Ja ich glaube

00:06:25: nicht.

00:06:26: Ich muss mich dafür... genau, man hat es irgendwie zu ernst nehmen aber ich schätze das natürlich sehr wie beiden Verdienstmedaillen so aus Deutschland also auch aus Tschechien.

00:06:35: Aber ich freue mich tatsächlich auch für diese Zusammenarbeit mit der Brauerei aus Longi zu Nordpolko, wo ich auch gewachsen bin und dass die Jungs von dort wirklich Biere auch nach meinen Literaturfiguren brauen mittlerweile.

00:06:50: Und jetzt gerade ist die Zeit von einem sehr sommerlichen Weißbier das ausgeschenkt wird bei mir im bürmischen Paradies tatsächlich, dass wir zusammen gebraut haben und das ist immer das Erwähnte Bier.

00:07:04: Nur für eine kurze Zeit also da sind immer so ein paar Wochen.

00:07:08: dann gibt es wieder in einem Jahr wieder

00:07:13: Ah, okay.

00:07:14: Dann übrigt sich meine Frage ob es das Bier noch gibt?

00:07:16: Es gibt verschiedene Varianten davon habe ich jetzt verstanden.

00:07:19: Ja immer wieder!

00:07:20: Also immer wieder andere Biere auch und das macht mir echt Spaß.

00:07:23: also für mich ist tatsächlich das Bierbrau... Ich bin kein Bierbrauer aber ich bin sehr gerne dabei und für mich sind viele Biermenschen tatsächlich wahre Poeten.

00:07:32: ja wenn man mit einem Braumeister in der Brauerei Speziale in Bamberg spricht.

00:07:39: Das hat wirklich etwas von Kunst.

00:07:41: oder eben mit meinen freundenböhmischen Paralys Bio-Brauer oder dabei bin, dass die sind das sind da sind tatsächlich für mich so Poetenkünstler

00:07:51: auch.

00:07:53: Warum wir uns heute treffen?

00:07:55: weil sie unsere Einladung zum Literaturfestival Text Dagenürmberg angenommen haben?

00:08:01: Das Festival findet vom sechzehnten bis neunzehn Juli zum siebten Mal schon.

00:08:06: Start!

00:08:07: Und ich habe das große Glück, das Festival gemeinsam mit meiner Kollegin Katlin Röber leiten zu dürfen.

00:08:13: und als ich dieses Gespräch vorbereitet oder geplant habe dachte ich wir würden unter anderem Werbung für ihren Schreibworkshop machen.

00:08:23: Nun ist der Workshop allerdings bereits seit Wochen ausgebucht.

00:08:27: Das freut mich aber sehr, viele Eisenbahnmenschen.

00:08:32: Ich bin gespannt was da entsteht.

00:08:35: Also ich komme glaube ich am Freitag an und da werde ich lesen.

00:08:40: Am sechzehnten muss sich noch in Bamberg sein zu einer Tadevorführung.

00:08:44: Aber am siebzehntenten freue ich mich schon nach Nürnberg und wir verbringen da gemeinsam glaube ich ein sehr schönes Wochenende.

00:08:53: das sind zwei Tage der Samstag und Sonntag noch

00:08:56: Genau.

00:08:56: Die Walkshops sind diese zwei Tage, da wollte ich sie trotzdem ... Also stehen sogar heute auf der Warnserliste.

00:09:03: Ich wollte Sie fragen ob Sie kurz sagen können was die Glücklichen, die sich einen Platz ergattet haben zu erwarten.

00:09:13: Also

00:09:13: ich gehe von einer Situation aus man sitzt in einem Zug Man ändert sich vielleicht an eine Zugreise oder man hat gerade gestern vorgestanden was er lebt im Zug und dass man auch diese konkreten Situationen von einer vielleicht von einer Erinnerung raus Eine Geschichte schreibt, eine kurze Erzählung oder ein Gedicht.

00:09:33: Oder in der Tat sich ein paar Gedanken aufschreibt über das Bahnfahren an sich.

00:09:40: Also mich inspiriert das eben so.

00:09:42: Ich warte immer im Zug auf Geschichten und ich schreibe auch sehr viel im Zug aus Buchauto.

00:09:50: Die letzten Bücher habe ich, den letzten Roman habe ich teilweise tatsächlich unterwegs geschrieben zwischen Berlin Bern in der Schweiz, ich hatte da einen Gastprofessor und das sind natürlich immer sehr lange Strecken.

00:10:05: zwischen Berlin und Bern.

00:10:07: Und da hatte ich wirklich sehr viel Zeit auch zum Schreiben, und das möchte ich gerne, also diese eine meine Methode die würde ich gerne so weitergeben und auch mit den Teilnehmerinnen von meinem Kurs in Nürnberg bei den Texttagen während der Textage sozusagen auch ja weiterentwickeln, also daran arbeiten.

00:10:30: Ich bin gespannt, wie das wird.

00:10:31: Und es freut mich sehr und ich freue mich, dass Sie doch toll zu hören!

00:10:35: Ich muss sagen, ich bin immer sehr neidisch auf unsere Teilnementen.

00:10:39: Ich wäre so gerne in diesen Walkshops drin...

00:10:44: Leider dürfen ja auch... Ich habe es das schon ein paar Mal gemacht und das kann man natürlich nur, also ich würde lieben gerne mit einem größeren Publikum sozusagen.

00:10:55: Mit mehr Leuten.

00:10:56: Menschen das auch machen aber ist immer so eine sehr intensive Arbeit für uns alle und ich glaube da werde nicht zu schaffen.

00:11:07: Ja, also diese zwölf Personengruppe hat sich bewährt.

00:11:11: Ich glaube das funktioniert am besten tatsächlich.

00:11:15: Aber so sind wir auch bei dem ersten großen Thema unseres Gesprächs auch angelangt.

00:11:20: Bahnfahren und Zug!

00:11:22: Und kein einfaches Thema in Deutschland dieser Tage.

00:11:25: aber alle Flachen... Bosshaftigkeiten lassen wir einmal beiseite und ich glaube sie würden Sie auch nicht zulassen.

00:11:35: Ich nehme die Eisenbahn immer in Schutz vor allem die Eisenbahnen und Eisenbahnerinnen, ich bin davon fest überzeugt dass wir auch in zweihundert Jahren also wir Menschen in zweihundert jahren Zug fahren oder dass das einfach bleibt, dass das auch Autos überlebt sozusagen.

00:11:49: vielleicht war ja und es freut mich wirklich auch das endlich, dass der Eisenbahn im politischen Diskurs hier angekommen ist und dass man tatsächlich auch ein Ende mehr macht für die Bahn.

00:12:03: Also das merkt man schon so bisschen, dass mehr saniert wird, dass endlich so Entscheidungen getroffen werden.

00:12:09: Und natürlich kostet eine Menge Geld und sehr viel Arbeit.

00:12:13: ja!

00:12:14: Das wird sich jetzt auch nicht in zwei Jahren von einem Tag auf anderen ändern.

00:12:21: also das dauert, das wird noch dauern.

00:12:23: da brauchen wir einfach ein bisschen Geduld.

00:12:25: Und ich hoffe trotzdem, ich glaube fest an die Eisenbahn.

00:12:30: Ob euch auch mal mit deinem Auto unterwegs bin, mit dem einen oder anderen Auto zwischen Böhmen und Berlin?

00:12:37: Ich muss ja immer wieder so auf meine Lieblingsbäder vom Böhme nach Berlin schlatten.

00:12:44: Das geht mit der Eisenbahn schwierig aber sonst auch nach Nürnberg.

00:12:48: Also ich kann nicht wurschen das zum Beispiel zur Lesung mit dem Auto anreisen würde.

00:12:56: Ich möchte auch hier in Nürnberg natürlich das eine oder andere Bier verkosten, nach der

00:13:01: Lösung.".

00:13:02: Das ist klar!

00:13:04: Vor fünf Jahren erschien Ihre Gebrauchsanweisung für Zugreisen und war das nicht das erste und nicht das letzte Buch bestimmt von Ihnen?

00:13:14: In den Diban eine wichtige Rolle spielt?

00:13:17: Und da wollte ich fragen, woher eigentlich diese Faszination?

00:13:20: Ja, ich komme aus einer Eisenbahner-Familie und das hat mich schon als Kind.

00:13:24: Ich Kind war, hat mir das schon fasziniert also vom Anfang an.

00:13:27: Also ich wollte tatsächlich auch zur Eisenbahn gehen.

00:13:33: Das ging aber nicht, weil ich keine Brille bekommen habe und musste dann noch aufs Gymnasium.

00:13:39: Und dann später habe ich Geschichte und Germanistik studiert.

00:13:41: Und trotzdem ist etwas von diesen Jungen, von diesem Eisenbahner in mir geblieben.

00:13:46: Und so ist zum Beispiel auch für mich Nürnberg eine ganz wichtige Eisenbahnstadt.

00:13:52: Also ich war da öfters im DB-Museum – das ist ein Bürgerort!

00:13:55: Für uns Eisenbahn-Menschen.

00:13:57: Ich habe da auch viel recherchiert, also bis jetzt für das letzte Bug die Gebrauchshanweisung für Bier, weil Eisenbahn und Bier, Bier und Eisenbahn, das kann man noch schlecht voneinander trennen.

00:14:09: Also das ist tatsächlich alles verbunden wenn man nur an die Bahnhofskneipen denkt, an die Speisewagen denkt und vor allem auch in die Brauereien, also die der Brauerei mit Bahnanschluss die auch in Franken, aber auch in Bömer oder Österreich tatsächlich den Brauereien ermöglicht haben.

00:14:30: Also die Eisenbahnverbindungen, die haben denn wirklich die Biere zu exportieren deutschlandweit, europaweit.

00:14:41: Tschechienweit, ja.

00:14:43: Und also daher es ist in der Tat ich würde damit nur sagen dass die Eisenbahn und Bier uns verbinden.

00:14:53: in Europa vielleicht natürlich mehr Eisenbahnen als das Bier aber ich möchte das einfach nicht trennen und tatsächlich für mich ist die Eisenbahn Vielmehr als nur ein Verkehrsmittel.

00:15:09: Also die Eisenbahn erzeugt Geschichten und sehr viel Geschichte, so auch das Bier – und das möchte ich in der Tat auch in meinem Kurs Lande Nürnberg so weitergeben!

00:15:18: Ja, das ist super spannend.

00:15:19: Ich habe das Gespräch ein bisschen nach Leitwarten vorbereitet, Bahn- und Bier-, aber das Gegend tatsächlich nicht.

00:15:27: Das ist schwer immer weil man kann es kaum trennen... Versuchen, ja.

00:15:32: Aber das ist wie mit dem Bahnfahren und also allein dieses Gefühl dass jetzt auch wenn wir miteinander sprechen fahren überall um uns herum Züge aus Portugal in Nürnberg, in Prag, im Böhmischen Paradies, in Schweden, in Finnland.

00:15:48: alles ist in Bewegung und es sind tatsächlich diese Züger und Gleise die das alles in Europa verbinden.

00:15:53: und es ist ein unglaublich tolles war ein endloses großes, ultimatives Datastück.

00:15:59: So sehe ich das.

00:16:01: Ich merke schon und bei Ihnen ein ganz großes Wissen über verschiedene Bannhöfe-Bahnverbindungen und Bahnlinien.

00:16:10: Wenn Sie so in den verschiedenen Bandwelten Europas unterwegs sind, wer fährt am modernsten, stillvollsten oder am besten ausgebaut?

00:16:18: Und wo entstehen die schönsten Geschichten?

00:16:21: Ja also eigentlich ist das Ganze Europa Ein tolles Eisenbahn-Universum.

00:16:29: Aber nicht in jedem Land.

00:16:34: Schätzt man die Eisenbahnen so sehr wie in der Schweiz oder Österreich, oder in Tschechien?

00:16:38: Also das Tschechin ist auch ein... Oder Belgien!

00:16:41: Das sind alle so Niederlande.

00:16:42: Das sind alles tolle Eisenbahnländer, wo man tatsächlich aus Eisenbahnmenschen sehr gerne unterwegs ist.

00:16:49: Ich glaube auch Deutschland war und ist eigentlich nach wie vor ein Eisenbahnland.

00:16:54: Allein schon, dass man versucht zum Beispiel an manchen Strecken zu reaktivieren oder auszubauen.

00:17:04: Das spricht auch dafür, dass wir das ernst meinen mit der Eisenbahn.

00:17:08: Das sollten wir auch unbedingt tun.

00:17:11: aber tatsächlich ich bin sehr gerne in diesem middle-europäischen Raum unterwegs weil mich auch die metal europäischen Geschichten stark interessieren.

00:17:17: sagen wir so zwischen Berlin und Dresd und Prag, Prämische Unterwürfe und Gdeinsk.

00:17:25: Da ist auch eine wunderschöne Tolle Stadt ein wundeschöner Bahnhof in Danzig in Gdeingsk.

00:17:31: Ich spreche ja auch, weil ich aus einem Dreilandereck komme zwischen Tschechien und Deutschland.

00:17:36: Ich sprech auch Bohn ist ein maßengute oder ich kann das sehr gut verstehen.

00:17:40: Und ich bin da in Bonn-Säffi unterwegs aber auch in Sloweniel oder Österreich natürlich Ja ohne Italien, Italien ist ein Eisenbahntraum Das wissen viele nicht.

00:17:48: man denkt immer ans Meer ein Prosecco, aber nicht unbedingt an die oder vielleicht Venedig oder Florence.

00:17:57: Nicht unbedingt an Die Eisenbahn und ich bin unglaublich gerne mit der Eisenbahntalien unterwegs.

00:18:02: Das ist ein tolles Bahnland.

00:18:03: Wow!

00:18:03: Da kriegt man schon langsam Lust wirklich zu verreisen?

00:18:07: Ich war auch sehr gerne mit dem Zug und ich tue mir auch Reisen nach Spanien mit einem Zug an oder solche

00:18:14: langen

00:18:15: Strecken.

00:18:15: Also ich habe es tatsächlich... In Europa in der Tat schon, ja das habe ich aufgegeben.

00:18:26: Also ich versuche wenn es nur geht mit der Eisenbahn und auch nach London zu fahren, nach England oder nach Paris, nach Spanien.

00:18:32: Das habe ich alles gemacht.

00:18:34: Es braucht ein bisschen Zeit und ein bisschen Geduld.

00:18:37: Ist nicht so teuer wie man denken würde?

00:18:39: Man muss sie ein bisschen auskennen Dann als Eisenbahn-Mensch oder sich beraten lassen, oder mit Interei vorreisen.

00:18:47: Und das fasziniert mich.

00:18:49: Wir spielen immer so unter uns Eisenbahnenmensch.

00:18:51: machen wir so ein Spiel ja einen Ort in Mitteleuropa.

00:18:55: Wroclaw Oder Prag, Bamberg, Nürnberg, Wien.

00:19:00: Und dann schauen wir in die Fahrpläne, in die Verbindungen.

00:19:03: Was kann man innerhalb von achtzehn oder zwanzig Stunden erreichen?

00:19:07: Das ist ja faszinierend wie viele Orte man erreichen kann wenn man einfach in Nürnberg um fünf Uhr oder um sechs, oder sieben Los fährt.

00:19:18: Man schafft das bis nach London ziemlich sicher und man schafft es ziemlich sicher bis nach Kopenhagen ja?

00:19:26: Oder eben nach Polen oder nach...

00:19:30: Schwieriger als glaube ich in andere Richtungen.

00:19:33: Ja, das ist eben das was ich auch sagen wollte.

00:19:35: Das ist in der Tat auch traurig.

00:19:37: Das weiß ich dass die Verbindungen zum Beispiel zwischen Bayern und dann weiter Richtung Osteuropa oder östliches Mittel Europa so vernachlässigt wurden.

00:19:54: Allein, dass es keine ältreffizierte Strecke gibt zwischen Nürnberg und Prag.

00:19:58: Also ich kann mich noch erinnern das es einen Euro City gab der da gefahren ist.

00:20:02: jetzt muss man in Eger umsteigen oder in Schwandorf umsteigend und das zieht sich alles.

00:20:07: ja also die Pläne gibt's aber das dauert ewig lange.

00:20:11: Ich dachte das wird zehn Jahre nach der Wende oder zwanzig Jahre nach einer Wende werden diese vermüllen.

00:20:17: Ich dachte Das wird alles entstehen doch es braucht einfach viel mehr Zeit.

00:20:22: Ich war liebend gerne von Nürnberg nach Hepp und dann weiter nach Prag.

00:20:28: Das ist auch eine sehr schöne Fahrt, aber da wird jetzt viel gebaut und man braucht ein bisschen Gedot.

00:20:36: Kennen Sie eigentlich den Kulturzug Berlin Warschau?

00:20:39: Ja ja ich war unterwegs nach Wroclaw.

00:20:44: Da war ich als Auto auch unterwegs und ich weiß es jetzt neu dass er eben nach Warschau fährt.

00:20:49: das ist mir neu denn kenne ich noch nicht.

00:20:53: Ja, aber auch eine schöne Bannkultur-Geschichte.

00:20:59: Das ist voll auf jeden Fall so.

00:21:01: Es gibt ein Bier mit ihrem Gesicht auf dem Etikett wie wir bereits erfahren.

00:21:05: haben sich eigentlich jemals Bandgesellschaften für ihre jahrelange Reue und Werbung dankbar gezeigt?

00:21:15: Ja die tschechische Bahn!

00:21:18: Also ich habe von der Tschechien-Bahnfilm meine Verdienste für die Eisenbahn, also die Bankradhundert bekommen fürs Tschechchen.

00:21:26: Und es hat tatsächlich auch sich die Überwege bei mir gemeldet und wir haben eine Art kleinen Werbefirmen zusammengemacht.

00:21:36: Gleisgeschichte nennen sich das.

00:21:38: Die drehen dann mit Menschen, die wirklich passionierte Bahnvater sind oder Bahnmenschen sind so kleine Werbefilmer über die Passion Eisenbahn.

00:21:46: Und ich habe dann immer wieder auch mit kleineren Bahngesellschaften, auch im Museumsbaden oder in der Schweiz zum Beispiel mit SWB-Historik.

00:22:00: Das ist eine Stiftung die sich für die Kulturgeschichte der Eisenbahnen und der Schweizeinsätze pflegt und in der Radau prägt.

00:22:11: Mit denen hab' ich z. B. auch Veranstaltungen.

00:22:14: ... zwei Lesungen schon gemacht in der Schweiz.

00:22:18: Und eben auch im verschiedenen Eisenbahnmuseum, in Deutschland... ...in Chemnitz zum Beispiel und auch in Tschechien.

00:22:26: Das macht schon Spaß.

00:22:27: also für mich ist das schon wichtig!

00:22:29: Und sonst ich fahre einfach in Deutschland ganz gemütlich mit einem Bankrad-Fünfzig... ...um ein Deutschlandticket.

00:22:37: Ich bin tatsächlich viel Fahrer und europaweit dann immer wieder auch mit Interell aber ich habe tatsächlich mehrere... So ein Bankkart, also ich habe eben eine deutsche Bankkarte und einen österreichische.

00:22:50: Eine für die Schweiz.

00:22:51: oder hat man schon auch fünfzig Prozent Ermäßigung gleich?

00:22:54: Das ist mir schon wichtig dass sich darüber nicht nachdenken muss.

00:22:57: Also dass ich da einfach losfahren kann und ich weiß Ich kann da einfach günstig weiterkommen.

00:23:02: aber das braucht man natürlich dann.

00:23:04: oder genau Da sind so die kleinen Tricks Aber das kostet ein bisschen Geld.

00:23:08: aber ich bin ja wirklich viel Fahrer und daher ist es für mich auch wichtig.

00:23:17: In der technischen Literatur scheint Bier fast eine eigene Figur zu sein, schweig wäre ohne Bier kaum denkbar klar oder Chrabalshelden ebenso wenn ich das und viel mehr zeige.

00:23:30: sehr schön ihr Buch Gebrauchsanweisung für Bier.

00:23:33: es gibt vielleicht kein anderes Land in Europa in dieser Hinsicht so ähnlich ist wie Bayern.

00:23:41: Also Bayern und Tschechien.

00:23:42: beide sind irgendwie kulturell so stark mit Bier in Verbindung zu bringen.

00:23:48: Fühlen sie sich in Bayern auch deshalb ein bisschen wie Zuhause oder gibt erst zwischen der bayerischen und tschechischen Biokultur Grundlegende Unterschiede?

00:23:58: Es gibt natürlich die Unterschiede, also das bayerische Helle wäre für uns Tschechen einfach zu wenig gehoppt zum Beispiel.

00:24:08: Obwohl die Bierer in der Tat was Alkohol angeht in Tschechien oft leichter sind als in Bayern.

00:24:13: und aber es ist letztendlich eine Kulturregion für mich eben mit dem Bier, mit der Bierguttu in der Tat ganz stark zusammen und mit der Geschichte.

00:24:31: Ganz besonders wenn man sich eben, wenn man in Franken unterwegs ist, Frankenböhmen so da also eine vor allem das sogenannte so Bierfranke, also Mittel- und Oberfranken und auch mit Nürnberg sozusagen Mittelpunkt, da sind alle so historische Garten.

00:24:51: Es ist alte historische Orte und auch diese alten historischen Verbindungen zwischen Böhmen und Bayernböhmen in Franken interessieren mich.

00:24:59: Und so fühlt man sich dort in der Tat aus jemandem, der vielleicht ein bisschen Geschichte studiert hat und sich für eine Geschichte interessiert – in den Städten wie Bamberg, Lauf an der Begnitz oder Nürnberg schon sehr wohl!

00:25:14: Das muss man schon so sagen.

00:25:18: Man kann das nicht immer... Also, man fühlt das!

00:25:23: Man beobachtet das in der Tat.

00:25:25: Wenn man sich auch ein bisschen die alte Architektur anschaut und eben wenn man etwas über die Geschichte liest.

00:25:32: In die Kapitel ihrer Gebrauchsanweisung für Bier heißen zum Beispiel ein Bier in Prag, ein Bier im Zug nach Priest.

00:25:39: Noch einen Bier in Pilsen und es gibt sogar ein Kapitel Ein Bier in Regensburg, Nürnberg und Anderswo.

00:25:48: Was Sie dort über Nürmberg schreiben das verrate ich unseren Zucherinnen natürlich nicht.

00:25:53: schließlich sollen sie das Buch lesen und sie sollen sich auf die Begegnung mit ihnen in Nürnenberg freuen Denn während der Text-Tage gibt es noch eine zweite Veranstaltung abgesehen von einem Workshop, nämlich die Veranstaltungen lesen für Bier.

00:26:09: Das ist ein ziemlich in Nürnberg bekanntes Format.

00:26:12: Haben Sie schon Kontakt mit Lukas fast Nacht gehabt?

00:26:16: Noch nicht!

00:26:20: Das müssen wir noch besprechen, aber ich freue mich.

00:26:22: Ich freu mich tatsächlich.

00:26:23: Es ist auch nach längerer Zeit wieder eine Lesung in Nürnberg.

00:26:26: Also ich war jetzt zweimal im Bamberg zum Beispiel und habe auch für das Bamberger Tat ein Stück geschrieben über Bier – das heißt der Bier!

00:26:34: Ist zwar schon abgespiert, aber es kommen nächstes Jahr auch noch weiter.

00:26:38: die werden das beiden Schauspieler in einem Bamberger Lokal ab und zu spielen, was mich sehr freut.

00:26:44: Und also ich bin oft den Regensburg fast mit jedem Buch und aber Nürnberg war ich jetzt lange nicht.

00:26:53: Und ich freue mich jetzt schon sehr

00:26:55: auf die Zeit.

00:26:55: Aber erwarten Sie nichts, eine gewöhnliche Lesung?

00:27:00: Der Lukas Fassnacht ist nürnberger Autor und Poetris Lemma und die Beschreibung ... Also das sind Ausschnitte aus der Beschreibungsveranstaltung.

00:27:10: Die Idee ist herrlich einfach Ein Franke und ein Tschecher lesen Texte vor und trinken dabei Bier.

00:27:18: Ob es bei einem bleibt oder drei werden, entscheidet das Publikum.

00:27:23: Nach jedem gelesenen Text stimmt es darüber ab ob weiter getrunken werden soll und Publikums liefert auch noch Texte dazu von alten Tagebüchern über Google-Rezensionen bis zu Ingeborg Bachmann.

00:27:36: alles ist herzlich willkommen!

00:27:39: Und ich bin auch selbst gespannt sehr gespannt wohin diese Abend führen wird.

00:27:44: also ich auch.

00:27:48: Wir treffen uns auf jeden Fall am Freitag, den siebzehnten Juli um einundzwanzig Uhr.

00:27:53: Das ist schon eine gute Uhrzeit für Bier trinken in der Katharinenruine.

00:27:59: Der Eintritt kostet sechs Euro aber nur für die, die einen Text mitbringen und wenn jemand ohne Text kommt muss acht Euro Eintritte bezahlen und darf zuhören.

00:28:11: Da bin ich gespannt!

00:28:12: Ja ich auch.

00:28:14: Ich habe schon gesagt, dass mich ihre Bücher seit Jahren begleiten.

00:28:19: Und zum Beispiel besonders beeindruckt hat mich damals als das Buch erschienen ist Die Stille in Prag.

00:28:27: Ich habe das Buch kurz nach seinen Erscheinen, ich glaube, im Jahr zwölf gelesen und musste seitdem immer wieder an Vladimir denken der seine Umgebung von zerstörerischen Lärm befreien wollte.

00:28:41: Es gab Situationen, in denen ich seine Maschine so gerne dabei gehabt hätte.

00:28:49: Und meine Frage ist, denken Sie manchmal noch an Figuren als Ihren älteren Romanen?

00:28:55: Oder auch daran, was sie heute machen könnten.

00:28:58: Was ist dann aus Petr geworden?

00:29:00: Begleiten Sie sich das?

00:29:01: Ja ja immer wieder.

00:29:03: zum Beispiel auch an Vladimir Orbetter und die beiden Figuren denke ich mehrmals gedacht weil er ein Verrückter der ein Detat aber recht hat.

00:29:12: Der einfach vor den Straßen lernt und zwischen uns Menschen in Detat kann es nicht aushalten und leidet darunter und erklärt dem Lärm, den Krieg sozusagen.

00:29:26: Das ist schon richtig verrückt.

00:29:28: und auch der Straßenbahnfahrplätze.

00:29:31: also für mich ist Prag eine Straßenbahn statt.

00:29:34: ich bin dafür sehr gerne mit den Straßenbahnen unterwegs und so muss sich natürlich an ihm immer wieder denken wenn ich in die Straßenbahn unterwegs bin und auch an seinem Hund mit dem er unterwegs ist.

00:29:48: Und weil das ist, ja... Das habe ich tatsächlich einmal gesehen.

00:29:53: So einen Straßenbahnfahren mit einem riesigen Hund oder Hunden am Prage-Nationaltheater und ich dachte, träume ich das jetzt?

00:30:00: Nein!

00:30:00: Also er hat der Hund mit den Forten tatsächlich auf so ein Fahrerbrett sozusagen oder auch eine Steuerung.

00:30:07: Ich dachte, das gibt es nicht.

00:30:08: Ein Fahrer sind wirklich ein Pfarrer.

00:30:10: Das kann man sich nicht ausdenken und so ist das einfach... Ich weiß nicht, ob das kurz danach oder später passiert ist.

00:30:20: Aber jetzt muss ich in der Tat mal aufschreiben.

00:30:23: Das war ein tolles Bild von der Hundin der Straßenbahn.

00:30:27: Also ich mag Prag sehr.

00:30:29: Es ist auch eine... Obwohl das Buch vielleicht auch ein bisschen kritisch mit Prag umgeht also mit dem Over-Tourism, was viele sogenannten Over-touristen, welche viele leider städte in Europa, die so schön sind wie Bravenedig.

00:30:46: Letztendlich aber auch Nürnberg oder Bamberg auch ja.

00:30:55: Die müssen damit auch kämpfen und irgendwie umgehen mit so vielen Touristen.

00:30:59: Andererseits lebt man von den Touristen, manchmal ist es einfach zu viel.

00:31:03: Und das ist in der Tatantil immer von diesem Buch her.

00:31:06: Ja genau!

00:31:08: Ich habe das Buch jetzt tatsächlich nochmal gelesen, nach so vielen Jahren.

00:31:12: Und das war für mich auch ein spannendes Erlebnis.

00:31:18: Ich hatte das Gefühl dass ich auch meinen früheren Ich begegne also irgendwie die Reflexion von da.

00:31:23: Es ist super spannender.

00:31:25: Hat das immer noch Spaß gemacht?

00:31:30: Nicht nur wegen den Figuren, sondern auch wegen diesen Stimmungen eben die mich noch mal erreicht haben.

00:31:34: Aber noch stärker traf mich das Buch von Ende des Punks in Helsinki.

00:31:41: Vielleicht ist es das einzige Buch der Welt in dem sowohl Nürnberg vorkommt wo ich seit mehr als fünfunddreißig Jahren lebe aber auch Gwuchowase wo ich geboren bin.

00:31:56: Also

00:31:57: dieses Buch... Ja, ja.

00:32:03: Richtig!

00:32:04: Also die Figuren leben dann in altvater Gebirge an der tschechisch-polnischen Grenze?

00:32:10: und sprechen da in dem Text tatsächlich Beguchowase.

00:32:13: Einem Ort, den man theoretisch zu Fuß hätte erreichen können.

00:32:17: aber in der Realität war das so ein abstrakter Ort weil man das eben nicht durfte, weil die Grenzen alle dicht waren zu dem

00:32:29: Daimalienzeichen.

00:32:31: Genau!

00:32:32: Und ich saß damals auf der anderen Seite der Grenze nur ein paar Jahre älter als ihre Figuren und für mich war Jesenik Ein abstraktes Wort.

00:32:41: Also ich wusste, da gibt es so einen Ort, den wir aber nicht besuchen können.

00:32:46: Werde zu Fuß noch mit der Bahn oder sonst noch wie?

00:32:49: Aber das Buch kam auch auf Bonich erschienen und kam da überraschend... sehr gut an und hat sich auch sehr gut verkauft in Bohren.

00:32:59: Also die Stillen brauche ich vielleicht auch, aber aus irgendeinem Grund auch vom Ende des Banks in Helsinki, vielleicht mehrere sogar... Ich weiß nicht woran das liegt dann diese Pankenergie, die in dem Buch drinsteckt?

00:33:12: Aber ich hatte auch sehr viel Feedback.

00:33:14: Es kommt ja Bohren vorraut, die bohnische Bankmusik, die wird tatsächlich, die halten da hören und die wir dann auch gehört haben.

00:33:21: also ich bin dort nicht aufgewachsen, aber eine sehr gute Front von Mehrung Erum hier, Schwächiger.

00:33:25: Erum in den Neunundneinzig kommt aus dem Ausfahrtegebirg, aus Yesenck, aus Freiwalder und der war Punk oder hat mir viele Geschichten erzählt?

00:33:32: Und die sind dann in der Tat Teil von diesem Buch geworden teilweise auch.

00:33:38: Ja, mich wundert gar nicht dass das Buch so gut angekommen ist.

00:33:44: In Polen gibt es eine bestimmte Strömung, so eine ganz große Faszination an Tschechien

00:33:50: also... Das weiß ich!

00:33:52: Und es ist tatsächlich für mich, also ich bin in Bohren deswegen auch gerne um viel unterwegs.

00:33:58: Weil ich auch viele Einladungen aus Bohren habe und auch jetzt noch bevor ich nach Nürnberg fahre, bin ich bei einem Literaturfest über im Riesengebirge zum Beispiel das Ogato Karchu gegründet hat.

00:34:10: Ja

00:34:10: genau!

00:34:11: Und dann für das nächste Jahr kommt das Bierbuch Und da schreibe ich sogar noch ein extra polnisches Kapitel für den polnischen Verleger über Polen und Bier, über Wroclaw und Gdańsk.

00:34:28: Und über die eine oder andere Brauerei auch im Riesengebirge.

00:34:33: Da freue ich mich schon.

00:34:35: Olga Tokarczuk übrigens die polnische Nobelpreisträgerin hat die allererste Textage eröffnet vor sieben Jahren.

00:34:43: Ja wirklich?

00:34:44: Ach so!

00:34:45: Ich glaube, drei oder vier Monate bevor sie den Nobelpreis bekommen hat.

00:34:52: Ja, und die Essenik haben Sie gesagt auf Deutsch Freiballdau hieß?

00:34:57: Wissen Sie wie Guchowase auf Deutsch hießen?

00:35:01: Ziegenhaus, glaube ich!

00:35:02: Ziegenhals, ja so ein komischer Name, oder?

00:35:05: Genau?

00:35:05: Schläge, ja, ja... Bahnhof

00:35:12: sehr schön,

00:35:13: oder?!

00:35:14: Und sehr romantisch finde

00:35:15: ich.

00:35:15: Genau, aber es fehlen ein paar Verbindungen.

00:35:21: Ich bin davon dort nach Opolei gefahren und immer wieder über Tschechien.

00:35:31: Wenn man von hier singt nach Ostrava fährt, fährt man in Bukrokola sich.

00:35:34: Man fährt kurz über Polen.

00:35:37: Ja genau!

00:35:40: Aber weg von Guchowase.

00:35:43: Sie leben jetzt in Berlin und das fasziniert mich auch.

00:35:47: zum einen, warum haben sie sich für Berlin entschieden?

00:35:52: Und

00:35:53: ich komme aus... Böhmen, Nordausböhmen und das war der Weg.

00:35:56: War hierher immer kurz und wir waren schon als also in den neunzigern war hier öfter zu verschiedenen Konzerten.

00:36:03: dann habe ich hier tatsächlich ein Stipendium bekommen.

00:36:05: auch noch hab hier schon mit dem ersten Roman angesiedelt der Himmel um Berlin und hat mich schon auch in diese Stadt verliebt.

00:36:13: ja also ich bin hier schon also da war wieder Tschechien und dann wieder hatte ich hier einen Job an einem Job an der Humboldt Universität zu berlin Und dann war ich wieder in Tschechien und irgendwann sind das schon zehn Jahre, dass ich hier in Berlin-Kreuzberg wohne.

00:36:34: Aber ich habe zwei Wohnsitzer tatsächlich.

00:36:36: Ich bin sehr oft in Ttschechien.

00:36:37: Das ist von mir auch nicht so weit ins bümische Paradies.

00:36:41: Sind das nur dreihundertvierzig, dreihundfünfzig Kilometer?

00:36:45: Also man kann da mit dem Auto schnell schnallieren.

00:36:48: Auch mit der Eisenbahn ist es eigentlich sehr gut möglich nur mit zweimal umsteigen.

00:36:53: Toll, ja.

00:36:54: Und ich kann alle zwei Stunden fahren von Berlin oder sogar jede Stunde wenn es gibt zwei Möglichkeiten und ich bin hier.

00:37:02: Ich fühle mich hier wohl.

00:37:04: Es ist jetzt auch so hin- und hergerissen also... Zum Teil der tschechischen Literatur-Szene, auch zum Teil der Deutschsprache und Literatur.

00:37:15: Auch irgendwie geworden durch meine Bücher.

00:37:20: Aber ich genieße diese Mehrsprachigkeit, Zweitsprachigkeit, Zweigleisigkeit meines Lebens.

00:37:26: Aber schreibt man dann auf Deutsch?

00:37:28: Wenn man in einer neuen Sprache schreibt anders entstehen neue Figuren andere Sätze, andere Humor vielleicht oder andere Erzähler?

00:37:37: Ich glaube der Humor bleibt, ich schreibe vielleicht konzentrierter.

00:37:42: Aber auch vielleicht auch... Also ich komme ja von einer gesprochenen Sprache her.

00:37:48: also eben das werde ich in der Tat auf Nürnberg, dass versuche ich dann in Nürmberg in meinem Chorus dann den Teilnehmern beizubringen.

00:38:00: weil für mich, also ich höre gerne einfach zu und schreibt es dann oft auf und aus.

00:38:08: Und wenn man dann an einem Ort lebt, länger lebt wie Berlin oder... Dann hört man natürlich auch viele Geschichten in den deutschen Sprachen.

00:38:18: Ich habe ja auch gute Freunde sozusagen die erzählen auch Geschichten.

00:38:22: Manchmal schreibt mir das so auf und soll sich dann Winterbergs letzte Reise entstanden.

00:38:27: Das war der erste Roman von mir auf Deutsch.

00:38:32: Ich schreibe auch nach wie vor auf Tschechisch, eine Erzählung habe ich jetzt geschrieben oder ein Datistück hab' ich jetzt geschrieben.

00:38:40: Aber jetzt schreiber ich zum Beispiel auch ein Datastück auf Deutsch wieder und also ich genieße das in der Tat diese Möglichkeit und ich weiß nicht ob das so weit und so viel anders ist.

00:38:50: ganz ehrlich, das weiß ich nicht.

00:38:53: Eigentlich ist es doch die eine poetische Welt.

00:39:00: Und wenn Sie einen Text... Planen, überlegen was zu schreiben.

00:39:03: Überlegen Sie jetzt auch schreibe ich das auf Tschechisch oder schreiber ich es auf Deutsch?

00:39:08: Oder ist das dann selbstverständlich je nach Texte?

00:39:13: Genau also das hängt mit den Ideen und Anfragen zusammen Und bei diesem Roman war das auch vom Anwesen.

00:39:22: Bei dem neuen Roman war es ganz klar, dass muss entweder auf Deutsch entstehen und ich brauche ein bisschen Abstand zu Tschechien.

00:39:30: Das wird automatisiert ein bisschen.

00:39:35: Die andere Sprache hilft mir in der Tat vielleicht ehrlich und anders distanzierter über mein Land zu schreiben oder über Tschechin.

00:39:45: über das ganze Mittel Europa alles zu schreiben.

00:39:48: Und ich denke darüber nicht so richtig nach, ich werde jetzt eine Gebrauchshentweisung für Tschechien schreiben, die soll nächstes Jahr erscheinen und es ist ja auch klar dass es auf Deutsch erscheint muss weil es kommt ein Auftrag in der Art oder eine gemeinsame Idee von einem Biberverlag und mir, dass wir das machen.

00:40:10: Und das ziert schon auf die deutsche Publikum, auf die deutschen Leser und Leserinnen.

00:40:16: Denn möchte ich in der Tat das Landschech ein bisschen näher bringen und zeigen wie ich das kenne.

00:40:23: Das kommt nächstes Jahr im Herbst.

00:40:26: Darauf freue ich mich schon drauf.

00:40:28: Er zum Abschluss...

00:40:30: Von Bonisch ja genau!

00:40:33: Gebrauchsanweisung für Polen gibt es schon seit Jahren.

00:40:36: Genau, aber die tschädische Gebrauchsanweisung wird dann sicher auch in Polen erscheinen?

00:40:42: Ja, bestimmt genau!

00:40:45: Sie sind nicht nur Schiffsteller haben wir schon mitbekommen.

00:40:49: Es gibt noch etwas spannendes was sie seit Jahren machen nämlich Musik

00:40:55: Stimmt, der Kafka Band und...

00:40:59: Herr Kafka-Band, das ist die Frage.

00:41:01: Wer kommt eigentlich auf die Idee zu sagen lasst uns Kafka singen?

00:41:05: Ja, äh ... Die Idee kommt von Jarmier neunneinzig von einem guten Druck von mir.

00:41:10: Der hat nämlich Kafka als Kafka-Schloss.

00:41:14: Kafka ist das Schloss, heißt es richtig.

00:41:16: Das Schloss einer Romanfragment in eine Graphic-Novel umwandelt und das ist diskrossartig.

00:41:26: Und da ist die Kafka Band als ein Art Soundtrack zu diesem sehr poetischen, düsterem, verschneiten grafischem Roman zu einem Grafiknober entstanden.

00:41:41: Und das kam irgendwie zu unseren Gossen überraschung sehr gut an.

00:41:45: und so... haben wir die Arbeit vorgesetzt und bitterweise sind drei Arben entstanden, das Schloss Amerika und zuletzt der Prozess.

00:41:56: Und im Herbst gibt es noch einige Konzerte und dann schauen wir einfach.

00:42:00: aber ich habe auch noch eine zweite kleine Band.

00:42:03: die nennt sich Winterberg und die bezieht sich auf meinen Roman Winterbergs Letztereise.

00:42:08: und da sind zwar... Wir sind drei Jungs außer Kafka-Bands sozusagen wie auch weiter mit Literatur und Musik zusammenarbeiten.

00:42:16: Wir haben sogar kurz versucht, Kafka-Band zu den Texttagen einzuladen.

00:42:22: Hat es aber terminlich nicht geklappt.

00:42:24: Leider!

00:42:24: Da sind wir immer leider auf die Textage fahren nämlich auch das größte Musikfestival in Ostrava und da...

00:42:34: Ich verstehe.

00:42:35: Und wir sind da in der Band, einige die in anderen Bands auch spielen Weißten sie, ist der eine oder andere schon ein Jahr vorher weiß er.

00:42:42: Dass er da spielen wird und daher muss man sehr früh das immer.

00:42:47: ich weiß ich weiß dass diese Anfrage schon zweimal kam

00:42:50: sogar

00:42:51: vielleicht glaube das irgendwann mal mit einer anderen Band

00:42:54: Genau, aber sie sind mit Kafka-Band auch im Herbst wie gesagt in Bayern unterwegs.

00:43:00: Dann schaffe ich vielleicht übernächstes.

00:43:04: In

00:43:04: München?

00:43:06: Entschuldigung natürlich!

00:43:08: Wir sind in München und dann in Stuttgart und da sind wir auch in Dresden glaube ich genau und dann eben in Tschechien und in Zittau.

00:43:20: also vier Auftritte mindestens in Deutschland

00:43:24: Ja.

00:43:25: Tolles Projekt!

00:43:26: Sie erinnern mich in diesem Kontext ein bisschen als Serje Jardin, der auch sauer Auto- und Musikmacher

00:43:32: ist.

00:43:32: Ja, man macht es natürlich auch sehr real.

00:43:33: Er hat bei uns tatsächlich auch beiden Texttagen vor zwei oder drei Jahren schon mit Musik projekten.

00:43:41: Ja genau war da.

00:43:44: Ich empfehle unseren Zuhörerinnen zu hören sofort nach dem Podcast sich Kafka Band anzuhören.

00:43:52: Man findet das überall.

00:43:54: Ja,

00:43:55: selbstverständlich!

00:43:56: Vielen herzlichen Dank.

00:43:57: ich freue mich... Ich bin so froh dass ich sie kennenlernen durfte und freue mich auf unsere Live-Begegnung schon bald in Nürnberg.

00:44:06: Das sind ja nur zwei Wochen?

00:44:10: Eben, danke schön!

Über diesen Podcast

Wir sprechen mit Menschen und wir kommen ihnen nah. Der Podcast wurde während der erstaunlichen Corona-Zeit aus der Taufe gehoben, als die persönliche Kontaktaufnahme durch soziale Distanzierung ersetzt werden musste. Aus Trotz entschieden wir uns den Menschen so nah wie nur möglich zu kommen. Unseren Gästen rücken wir mit unseren Fragen ganz liebevoll auf die Pelle. Und auch Ihnen, wenn Sie es erlauben. Mit Ihren Kopfhörern können Sie unsere Gespräche überall anhören: auf dem Sofa, unterwegs, in einem Warteraum, auf der Wiese…

Lernen Sie mit uns außergewöhnliche Menschen aus Nürnberg und Umgebung, ihre Meinungen und ihre Geschichten kennen.

von und mit Bildungszentrum Nürnberg

Abonnieren

Follow us